Stoßwellentherapie
Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)
Moderne Regeneration – gezielt, wirksam, nicht-invasiv.

Die extrakorporale Stoßwellentherapie hat sich in der Orthopädie und Sportmedizin als effektive konservative Methode etabliert. Sie nutzt hochenergetische Schallwellen, die gezielt in schmerzende oder geschädigte Gewebestrukturen geleitet werden. Dort setzen sie biologische Heilungsprozesse in Gang, lösen Kalkherde, reduzieren Entzündungen und steigern die Belastbarkeit des Gewebes. Oft können operative Maßnahmen hierdurch vermieden werden.
Durch ihre hohe Erfolgsrate, geringe Risiken und breite Anwendbarkeit ist die ESWT heute ein etabliertes Verfahren der modernen konservativen Therapie.
Wie wirkt die Stoßwellentherapie?
Stoßwellen wirken auf mehreren Ebenen:
- Verbesserte Durchblutung: mehr Sauerstoff, mehr Nährstoffe, bessere Zellregeneration
- Aktivierung natürlicher Heilung: Neubildung kleiner Blutgefäße, Stimulation von Reparaturzellen
- Entzündungshemmung: Schwellungen und Reizungen nehmen ab
- Schmerzlinderung: Stoßwellen modulieren Schmerzrezeptoren und unterbrechen die Schmerzübertragung
Damit eignet sich die ESWT besonders bei chronischen Beschwerden, die auf andere Maßnahmen nur unzureichend reagieren.
Häufige Anwendungsgebiete
- Kalkschulter
- Tennis- und Golferellenbogen
- Achillessehnenreizungen
- Plantarfasziitis und Fersensporn (plantar/dorsal)
- Schienbeinkantensyndrom
- Sehnenansatzreizungen (z. B. Patellarsehne)
- Verzögerte Knochenbruchheilung, Pseudarthrose, Knochenödeme
Ablauf der Behandlung
Nach einer präzisen klinischen Untersuchung und Diagnostik wird der zu behandelnde Bereich exakt lokalisiert.
- Ambulante Therapie, 5–15 Minuten
- Individuell anpassbare Intensität
- Leichte Wärme- oder Schmerzempfindung ist je nach Region möglich
- Meist 3–5 Sitzungen im Abstand von 5–10 Tagen
Die Stoßwellentherapie wird bei uns häufig in ein multimodales Therapieprogramm eingebettet – z. B. Taping, Physiotherapie, Eigenübungen oder Lasertherapie.
Nebenwirkungen
Die ESWT gilt als sehr sicher und gut verträglich. Mögliche, meist harmlose Reaktionen:
- Leichte Rötung im Anwendungsbereich
- Kurzfristige leichte Schwellung
- Lokale Druckempfindlichkeit für 1–2 Tage nach der Anwendung
Diese klingen in der Regel schnell ab und sind Teil des Heilungsprozesses.
Kontraindikationen – wann nicht behandeln?
Die Stoßwellentherapie wird nicht angewendet bei:
- Schwangerschaft
- Blutgerinnungsstörungen
- Lokalen Infektionen
- Bestimmten Tumorerkrankungen
Eine sorgfältige ärztliche Untersuchung geht der Behandlung voraus.
Nachbehandlung und Wirkung
Die meisten Patientinnen und Patienten sind unmittelbar nach der Behandlung alltagstauglich. Auf starke körperliche Belastung sollte kurzzeitig verzichtet werden.
Die Effekte der Stoßwellentherapie sind in der Regel langanhaltend: schmerzarme Beweglichkeit, verbesserte Funktion, stabilisierte Gewebestrukturen.
Da nicht nur Symptome, sondern Ursachen behandelt werden, kann die ESWT langfristig oft sogar operative Eingriffe vermeiden.
Kosten und Erstattung
Die Stoßwellentherapie ist in der Regel eine Privatleistung.
- Private Krankenversicherungen (inkl. Beihilfe) übernehmen die Kosten meist bei wissenschaftlich belegten Indikationen.
- Gesetzliche Krankenkassen übernehmen sie nur in Ausnahmefällen (radiale ESWT bei chronischer Plantarfasziitis nach > 6 Monaten komplett erfolgloser Therapie).
Vor Beginn erhalten Sie bei uns stets einen transparenten Kostenplan.
Fazit
Die Stoßwellentherapie bietet eine hochwirksame, sichere und nicht-invasive Möglichkeit Schmerzen zu lindern, Gewebe zu regenerieren und die Ursache vieler Beschwerden nachhaltig zu behandeln – ein modernes Verfahren, das sich besonders in der orthopädischen konservativen Behandlung des Bewegungsapparates bewährt hat.